Outsourcing von Pensionsrückstellungen

Die betriebliche Altersversorgung in Deutschland wird nach wie vor überwiegend in Form der Direktzusage durchgeführt. Der versorgungsberechtigte Arbeitnehmer hat dabei einen unmittelbaren Rechtsanspruch auf Altersversorgungsleistungen gegenüber seinem Arbeitgeber. Als Konsequenz daraus sind nach deutschem Handels- und Steuerrecht Pensionsrückstellungen in der Bilanz des zusagenden Unternehmens zu bilden. In den vergangenen Jahren sind nun diese Pensionsrückstellungen aus unterschiedlichen, manchmal nicht nachvollziehbaren Gründen vermehrt als unerwünscht eingestuft worden. Mit großer Regelmäßigkeit wird hier das Stichwort Basel II genannt. Es wird nach Wegen gesucht, von den Pensionsrückstellungen wegzukommen. In der einschlägigen Literatur spricht man (inhaltlich nicht ganz korrekt) vom "Outsourcing von Pensionsrückstellungen".

Die mittelbaren oder versicherungsförmigen Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung erfordern nach deutschem Handels- und Steuerrecht in der Regel keinen Bilanzausweis. Daher bietet es sich an, den Durchführungsweg Pensions- oder Direktzusage zugunsten eines mittelbaren Durchführungswegs umzustellen. Damit geht dann auch die gewünschte Auflösung der Pensionsrückstellungen in der Bilanz einher.

Der bilanzielle Ausweis von Pensionsrückstellungen stellt vor dem Hintergrund einer zunehmend internationalen Ausrichtung der Unternehmen regelmäßig ein Hindernis dar. Unternehmen mit bilanziell ausgewiesenen Pensionsrückstellungen werden hinsichtlich ihrer Bonität bzw Kreditwürdigkeit häufig abgewertet, da ihnen in Bezug auf ihre Pensionsrückstellungen ein „unfunding“, also ein Mangel an Bedeckung durch passende Vermögenswerte, unterstellt wird. Dies wird in Zeiten rückläufiger Zinsen bei der handelsrechtlichen Bewertung der Pensionsverpflichtungen immer offensichtlicher. Als Problem wird gesehen, dass die Vermögenswerte dem vollen Unternehmensrisiko ausgesetzt sind, während die Pensionsverpflichtungen grundsätzlich unabhängig vom Schicksal des Unternehmens zu erfüllen sind (sog. mismatch).

Unternehmensindividuelle Lösungskonzepte helfen, dieses unternehmensfremde Risiko zu eliminieren und damit auch bei Nachfolgeregelungen intern wie extern die wirtschaftliche Basis des Unternehmens zu sichern und auszubauen.

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